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taizze.de - Schmuck-Glossar
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Wir bieten in unserem Shop eine Vielzahl verschiedener Schmuckstücke an. Ob Sie sich nun für unsere günstigen Angebote im Bereich des Modeschmucks interessieren oder schimmernde Perlenketten bevorzugen - damit Sie nicht den Überblick verlieren, haben wir hier für Sie einige Fachbegriffe aus der bunten Welt des Schmucks zusammengetragen. Erfahren Sie alles über Silberschmuck, Ringgrößen, Holzschmuck, die Entstehung von Süßwasserperlen, verschiedene Materialien in der Schmuckherstellung, Edelsteine wie Rosenquarz oder Mondstein, die Besonderheiten von Swarovski Steinen und ergründen Sie mit uns den Unterschied zwischen einer Halskette und einem Collier…
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Accessoires
Die wörtliche Übersetzung von Accessoire bedeutet Zubehör oder Beiwerk. Hauptsächlich verwendet man die Bezeichnung Accessoire seit dem 20. Jahrhundert als Sammelbegriff für funktionales und dekoratives modisches Beiwerk zeitgenössischer Kleidung, wie beispielsweise Hüte, Gürtel, Haarschmuck, Handtaschen, Tücher, Schals, Fächer, Schirme oder Handschuhe.
Amulett
Im Schmuck wird als Amulett ein kleines Anhängsel mit magischer Wirkung zur Abwehr von Unheil am Körper bezeichnet. Der Fantasie ist hier keine Grenze gesetzt. Das Amulett ist eine Schmuckform mit verschiedener Auslegung, wobei das Amulett schon in der Urzeit seine Träger hatte (Zähne, Krallen usw.). Aus dem Amulett wurde der Anhänger und speziell das Medaillon.
Anhänger
Dies ist wohl eines der größten und schönsten Spektren der Schmuckherstellung. Es gibt Anhänger in den verschiedensten Farben und Formen, Materialien und Ausführungen. Ob als Modeschmuck oder aus Edelmetallen (Silber, Gold, Weißgold, Platin) gefertigt - der Auswahl der Materialien sind keine Grenzen gesetzt. Häufig sind auch Edelsteine oder Perlen als Anhänger zu finden. Diese wirken dann als einziges Glied an einer Kette für sich. Man findet Anhänger aber auch an Armbändern oder Ohrschmuck. An einem Armband können sich viele verschiedenen kleine Anhänger befinden - wie z. B. beim bekannten Bettelarmband. Anhänger werden an langen und auch an kurzen Ketten getragen. Sehr beliebt sind auch Sternzeichenanhänger, Kreuze und auch Anhänger mit Gravuren. So gibt die Kette dem jeweiligen Träger eine ganz persönliche Note.
Ankerkette
Ihre Aussehen verdankt die Ankerkette tatsächlich der Schiffsankerkette. Sie besteht aus ovalen Kettengliedern und kommt in vielen verschiedenen Formen vor. Beliebt ist die Ankerkette vor allem in Verbindung mit einem Anhänger, als Armband und vor allem - durch ihre gröbere Struktur - als Männerschmuck.
Anlaufen
Anlaufen ist die Bildung eines dünnen Überzugs auf der Oberfläche von Metallen. Es ist eine allgemein bekannte Tatsache, dass z. B. Silber auch dann anläuft, wenn es nicht in Gebrauch ist. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis es dunkle, bräunliche, bläuliche bis blauschwarze Flecken bekommt oder sich insgesamt verfärbt und damit im üblichen Sprachgebrauch "angelaufen" ist. Grund dafür ist die besondere Empfindlichkeit der Silberoberfläche gegenüber schwefelhaltigen Gasen, wie sie in der Umgebungsluft vorkommen. So genügen schon Spuren von Schwefelwasserstoff in der Luft, um Silber zu verfärben. Denn schon bei Raumtemperatur findet eine Reaktion zwischen Schwefelwasserstoff und Silber statt, wobei Silbersulfid gebildet wird, das dann zu den oben erwähnten dunklen Farbveränderungen führt. 800er Silber kann aufgrund seines hohen Kupferanteils von 200 Teilen auf 1000 goldfarben bis hellbraun anlaufen. Aufgrund der hochempfindlichen Reaktion zwischen Silber und schwefelhaltigen Verbindungen lässt sich das Anlaufen nicht vermeiden. Es gibt jedoch Silberpflegemittel, die das Anlaufen verzögern können.
Armband, Armbänder
Zur Zierde des Handgelenks werden Armbänder aus den verschiedensten Materialien getragen. Ob nun die klassische Variante aus Süßwasserperlen oder aber ein modernes Modeschmuck- oder Bettelarmband, man findet sie meist stilvoll und kreativ verarbeitet. Armbänder können schlichte Silberkettchen, aber ebenso edel besetzt sein, wie z.B. mit Rosenquarz, Swarovski- oder Strass Steinen. Sie komplettieren das noble Abendoutfit oder den Alltagslook – Armbänder sind bei allen Anlässen tragbar!
Armkette, Armkettchen
Als Armkette bezeichnet man ein Armband, das aus einer Kette besteht. Die Armkette kommt in den verschiedensten Kettenformen vor und wird gleichermaßen von Frauen wie von Männern direkt am Handgelenk getragen. Meist besteht eine Armkette aus Edelmetallen wie Silber oder Gold. Sie ist allerdings auch im Modeschmuck weit verbreitet. Armketten können aus einer einfachen Kette bestehen oder mit einem oder mehreren Anhängern versehen sein. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.
Armschmuck
Unter der Bezeichnung Armschmuck versteht man alles, was die Arme ziert. Elegante Armreife oder Armspangen ebenso wie filigrane Armkettchen und modische Armbänder. Die Materialien reichen von Silber, Gold und Perlen über Holz, schimmernde Muschel- und Perlmuttstücke bis zu einfachen Lederbändern.
Armspange, Armreif
Armreife sind starre Ringe oder Reifen die am Handgelenk getragen werden und es umschließen. Der Armreif besteht aus harten Materialien, wie z. B. Metall, Holz oder Resin. Die Bandbreite der verwendeten Materialien ist sehr groß und umfasst Edelmetalle, Holz, Glas, Kunststoffe und Metall. Das Wort Armreif wird hergeleitet von Armilla (= Armspange). Sie gehörte zum Krönungsornat der deutschen Kaiser. Eine andere Form des Armreifs ist die Armspange, welche durch einen Klapp- oder Scharnierverschluss geöffnet werden kann.
Beads
Der Begriff „Beads“ kommt aus dem Englischen und bedeutet wörtlich übersetzt „Kugeln“ oder „Kügelchen“. Den Ursprung haben die Beads wohl im Buddhismus, wo sogenannte Buddhistenarmbänder verwendeten werden. Heute versteht man unter den Beads eine sehr beliebte Art von Anhänger in Form von kleinen Perlen oder Kügelchen, die meist aus Glas oder Silber bestehen und in allen erdenklichen Motiven vorkommen. So kann jeder sein individuell gestaltetes Armband tragen.
Bernstein
Bernstein bezeichnet einen klaren bis undurchsichtigen gelben Schmuckstein aus fossilem Harz. Er kann bis zu 260 Millionen Jahre alt sein. Aus dem zähflüssigen Harz damaliger Bäume wurde im Laufe der Zeit eine feste, nicht kristalline Substanz. Somit ist Bernstein zwar kein Mineral oder Gestein, zählt aber dennoch zu den (organischen) Edelsteinen. Als solcher wird er oft zu Anhängern in Ketten oder Armbändern, Ohrringen oder Ringen verarbeitet und ist bei Jung und Alt sehr beliebt.
Bettelarmband, Bettelarmbänder
Ein Bettelarmband ist meist ein kleines Armband oder eine Armkette, die aus Kettengliedern besteht und dazu dient, verschiedene kleine Anhänger - sogenannte „Jou-Jous“ einzuhängen. Die eingehängten Symbole können unterschiedliche Bedeutung haben, ob als Liebeszeugnis, Glücksbringer oder Glaubenszeichen wie Kreuze, Kaminkehrer, Kleeblätter, allgemeine Symbole wie Herzen, Schlüssel oder Erinnerungsstücke an Orte oder Personen. Der Name kommt wohl vom „zusammenbetteln“ der kleinen Anhänger. Bettelarmbänder gibt es heute in den verschiedensten Ausführungen: ob aus Metall oder sogar Kunststoff, meist jedoch aus Silber und in ihrer edelsten Form aus Gold. Eine ganz besondere Form dieses Armbandes ist das in Mode gekommene Italienische Glücksarmband (Italian Charm Bracelet), das nach und nach mit persönlichen Glückssymbolen vervollständigt werden kann.
Beweglicher Schmuck
Als beweglichen Schmuck bezeichnet man alle entfernbaren Schmuckstücke, wie etwa Halsketten und Colliers, Ringe, Anhänger, Armbänder, Armreife, Armketten, Fußkettchen, Uhren, Brillen oder etwa Diademe. „Fester Schmuck“ hingegen ist nicht abnehmbar. Beispiele wären die Tätowierung, das Branding oder Piercings. Bei vielen Naturvölkern kommen weitere Arten des festen Körperschmucks hinzu, wie zum Beispiel das Schnüren von Armen, Beinen oder des Halses, Narbenzeichnungen oder aufwendige Haarfrisuren.
Bijou
Dies ist die französische Bezeichnung für eine Kostbarkeit, etwa in Form eines Juwels oder Schmuckstücks.
Bijouterie
Eine Bijouterie ist ein Unternehmen zur Herstellung von Schmuckgegenständen. Gleichzeitig wird die Bezeichnung auch für den Schmuck selbst verwendet. Das Wort leitet sich vom französischen Wort bijoutier ab, was soviel bedeutet wie Goldschmied oder Juwelier. Anfang des 20. Jahrhunderts erfuhr das Wort jedoch einen Bedeutungswandel in Richtung Modeschmuck bzw. für Geschäfte, in denen solcher Schmuck verkauft wird.
Bone
Dies ist der englische Begriff für Knochen. Ursprünglich von Naturvölkern zu Körperschmuck verarbeitet, findet dieses Material in der Schmuckherstellung immer größeren Anklang, beispielsweise als modische Ohrringe, Anhänger oder Ringe.
Brosche
Die Brosche ist ein Brustschmuck, der in heutiger Form meist aus einer Nadel mit knopfartiger Verzierung wie etwa Silber, Gold, Edelsteinen oder anderen Schmucksteinen, Glas, Strass, Swarovski Steinen, oder Perlen besteht.
Carat (ct.), Karat (Kt.)
Das Carat / Karat ist eine Maßeinheit einerseits für das Gewicht von Edelsteinen und andererseits für den Reinheitsgehalt von Edelmetallen, vor allem von Gold. Für das Gewicht von Edelsteinen wird in Deutschland das „metrische Karat“ verwendeten. Die Umrechnung hierfür lautet: 1 metrisches Karat = 0,2 g. Beim Reinheitsgehalt von Gold wird der Goldgehalt in der Legierung in einer 24er-Teilung angegeben. Einkarätiges Gold enthält somit einen Anteil Gold (oder 4,167 %) und 23 Anteile anderer Stoffe, wie beispielsweise Silber oder Kupfer, 24-karätiges Gold bezeichnet reines Gold.
Charms
Charms sind in ihrer Verwendung den Beads sehr ähnlich, mit dem Unterschied, dass sie, wie die sogenannten „Jou-Jous“ mit Hilfe von kleinen Karabinern in ein Armband oder eine Armkette eingehängt werden können. Charms gibt es in einer schier unbegrenzten Zahl an Ausführungen. Ob als kleine Marienkäfer, Herzen, Schuhe, Blumen, als Totenkopf oder Sternchen - es gibt mittlerweile wohl keine Symbole mehr, die es nicht auch als Charms gibt. Sie werden meist in Silber angeboten, aber auch in anderen Metallen, Kunststoff oder auch Glas, bzw. gerne in Muranoglas. Charms unterstreichen, genauso wie Beads, den persönlichen Look am Handgelenk, der nach Lust und Laune verändert werden kann.
Chinaperle, Chinaperlen, Chinazuchtperle
Chinaperlen, bzw. Chinazuchtperlen sind nichts anderes als aus China stammende Süßwasserzuchtperlen. Nachdem in den 1950er Jahren die Zucht von Süßwasserperlen in Japan Einzug hielt, holt China mit der Produktion von Süßwasserperlen seit den 1970er Jahren stark auf.
Collier
Im 19. Jahrhundert entstandene Bezeichnung für einen Halsschmuck von zuerst bandartigem Charakter mit enger Verbindung der Glieder. Sprachliche Ableitung aus dem Französischen „Collet“, was „der Kragen“ bedeutet. Ein Collier ist eine eng anliegende Halskette bzw. Halsband, mit einer Länge von ca. 40-42 cm. In der klassischen Form ist es mit Brillanten, Rubinen, Saphiren oder Smaragden besetzt. Es wird als Echtschmuck in Gold, Silber oder Platin gearbeitet und kommt ebenso als Modeschmuck vor.
Creolen, Kreolen
Ursprünglich von Sklaven und Zigeunern getragen, gibt es diese ringförmigen Ohrringe in verschiedenen Formen und Größen. Sie werden meist im Pressverfahren (hohl) hergestellt. Das Wort „Creole“ kommt aus dem Spanischen „criollo“ und wurde als Name für schlichte, geschlossene Ohrringe übernommen. Die modernen Creolen, wie wir sie heute kennen, sind in den unterschiedlichsten Materialien, Farben und Formen zu bekommen, mattiert oder hochglanzpoliert, beliebt in Silber oder Gold.
Designerschmuck
Ist ein Schmuckstück von einem bekannten Designer kreiert worden, so spricht man von Designerschmuck. Merkmale sind sein besonders markantes Design. Es handelt sich hier immer um hochwertigen Schmuck. Es gibt im Designerschmuck die verschiedensten Schmuckkategorien. Zu den bekanntesten und beliebtesten zählen wohl die Armbanduhren. Aber auch Ringe, Armreifen und Ketten sind hier zu finden. Viele Designerschmuckstücke sind schon Jahre auf dem Markt und haben sich mit der Zeit nicht verändert und sich so zu Klassikern entwickelt. Ein Beispiel hierfür ist der bekannte Cartier Ring. Hat sich ein Designerschmuckstück erst mal einen Namen geschaffen und einen Trend gesetzt, so wird er aber fast immer kopiert und als günstiges Imitat angeboten. Oftmals wird bei dem Kauf eines Designerschmuckstückes ein Zertifikat hinzugefügt.
Draht
Allgemeine Bezeichnung für einen Metallstreifen aus Edel- (Gold-, Silberdraht) oder Unedelmetall (z. B. Edelstahl-, Kupfer- oder anderer Schmuckdraht), der in verschiedenen Fassonen und Stärken seinen Einsatz findet.
Draht ist eigentlich ein Metallstrang von meist rundem, seltener quadratischem oder anderem Querschnitt. Die Herstellung erfolgt durch Walzen eines sogenannten "Lenkers". Durch seine Reißfestigkeit findet er in der Schmuckherstellung immer mehr Anklang als beispielsweise attraktives, einzeln mit Schmucksteinen oder Perlen besetztes Collier oder aber zum Aufziehen von Perlen in diversen Schmuckstücken.
Edelmetall
In der Schmuckbranche kennen und lieben wir sie alle als bezaubernde Schmuckstücke wie Ringe, edle Ketten und Colliers oder Armkettchen: Edelmetalle sind Metalle, die besonders korrosionsbeständig sind. Einige Edelmetalle, zum Beispiel Gold und Silber, sind deswegen seit dem Altertum zur Herstellung von Schmuck und Münzen in Gebrauch. Im Laufe der letzten vier Jahrhunderte wurden die Platinmetalle entdeckt, die eine ähnliche Korrosionsbeständigkeit wie Gold zeigen. Zu den klassischen Edelmetallen gehören die Platinmetalle sowie Gold und Silber. Teilweise wird auch noch Quecksilber zu den Edelmetallen gezählt, obwohl dieses wesentlich reaktiver als die klassischen Edelmetalle ist. Diese korrodieren (verrosten, oxidieren) bei Raumtemperatur an Luft entweder gar nicht oder nur äußerst langsam.
Edelstahl
Edelstahl ist eine Bezeichnung für legierten oder unlegierten Stahl mit besonderem Reinheitsgrad. Durch seine hohe Beständigkeit im Alltag und seinen relativ geringen Anschaffungswert wird er in der Schmuckherstellung immer beliebter. Man findet ihn als metallisch glänzenden Anhänger, als Ring oder im Bereich des Ohrschmucks.
´Besonders für Allergiker ist Edelstal als Schmuckmaterial sehr gut geeignet.
Edelstein, Edelsteine
Für den Begriff „Edelstein“ gibt es keine allgemeingültige Definition. Die meisten Edelsteine sind Mineralien, wie zum Beispiel der „König der Edelsteine“, der Diamant, seltener Mineralaggregate (z.B. Lapislazuli) oder einfach nur Gesteine (wie Onyx-Marmor). Es gibt organische Edelsteine, wie der allseits bekannte Bernstein und synthetisch hergestellte Edelsteine, wie Zirkonia oder der YAG. Auch gibt es keine klare Abgrenzung zu Kohle, Knochen, Glas und Metall. Hierzu einige mehr oder weniger bekannte Beispiele:
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Gagat (Kohle)
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Moldavit (glasiges Folgeprodukt eines Meteoriteneinschlags)
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Elfenbein (Stoßzähne)
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Fossilien
Eines haben die unterschiedlichen Materialien der Edelsteine aber gemeinsam: das Schöne, das Besondere, das sie uns so schätzen lässt. Es ist die Farbe oder das prächtige Farbenspiel, der besondere Glanz, die große Härte, wie sie z.B. beim Diamant sogar von nichts übertroffen wird, die Seltenheit oder aber ein interessanter Einschluss, wie wir es alle vom Bernstein kennen. Wirkliche Edelsteine werden in der Regel geschliffen um ihre ganze Pracht zur Geltung zu bringen. So erhalten die Rohsteine ihre Veredelung.
Es gibt etwa einige hundert verschiedene Edelsteine, wobei die Zahl ihrer Variationen etwa doppelt so hoch ist. Und es kommen sogar heutzutage immer noch neue Edelsteine hinzu...
Ehering, Eheringe, Trauring, Trauringe
Der Austausch zweier gleichförmiger Ringe besiegelt eine Vereinbarung zweier Menschen. Im Rahmen eines feierlichen Versprechens der Freundschaft oder Liebe werden Ringe getauscht, die anschließend – getragen – das gegebene Versprechen dokumentieren. Eheringe gibt es in den unterschiedlichsten Materialien. Von Silber über Gold, Weißgold und Rotgold bis hin zu Platin. Die Metalle sind meist sehr robust und langlebig – sollten sie doch im Idealfall ein Leben lang halten…
Email, Emaille
Das Email oder die Emaille bezeichnet eine Masse einer anorganischen Zusammensetzung, meist aus Silikaten und Oxiden bestehend, die durch Schmelzen in meist glasig erstarrter Form hergestellt wird. Diese Masse wird in der Regel in einer oder mehreren Schichten auf ein Trägermaterial aufgebracht und bei hohen Temperaturen und kurzer Brenndauer geschmolzen. In der Schmuckherstellung werden vielerlei Techniken angewandt, wie z.B. der sogenannte Fensteremaille, der Zellen- und Grubenschmelz oder einfach „freie Emailmalerei“. Aus all diesen Emailkünsten entstehen wunderbar glänzende Schmuckstücke, wie Ohrringe, Ringe, Anhänger, Colliers, Armreife und Armbänder.
Facette (bei Edel- und Schmucksteinen)
Facetten entstehen beim Schleifen eines Steines. Es handelt sich hier um Flächen, die in einem ganz bestimmten Winkel zueinander stehen müssen. So kann eine optimale Lichtbrechung erzielt werden. Diese kleinen Flächen erzeugen an Schmucksteinen Reflexionen und Brechungseffekte. Sind an einem Stein viele ebene Flächen angelegt und erzeugen diese Reflexionen, so spricht man von dem Facettenschliff. Der Facettenschliff ist eine grundlegende Schliffart. Er ist etwa seit dem 15. Jahrhundert bekannt und besteht aus einer Vielzahl kleiner, drei- oder viereckiger, glatt polierter Flächen, den „Facetten“. Er wird überwiegend bei durchsichtigen Steinen angewendet, da diese in der Lage sind, eintretendes Licht zu reflektieren, zu brechen und oft vielfarbig aufzuspalten (Dispersion).
Filigran
Wörtlich übersetzt bedeutet filigran: „gekörnter Draht“. Als filigran bezeichnet man Goldschmiedearbeiten aus Metallfäden mit aufgesetzten Metallperlen. Bekannt ist diese Drahtbiegetechnik seit etwa 2000 v. Chr. Aus zierlichen, dünnen, gekordelten Drähten werden Schmuckstücke hergestellt. Diese zumeist handwerklich durchgeführte Arbeit ist als Trachtenschmuck in den Alpenländer und in Friesland zu finden. Auch in den orientalischen Ländern ist diese Verarbeitungsart beliebt. Heute spricht man auch von filigranen Schmuckstücken, wenn sie besonders fein und zierlich gearbeitet sind.
Fußschmuck, Fußkette, Fußkettchen
Fußschmuck bezeichnet allgemein jede Form von Schmuck, der am Fuß oder Fußknöchel getragen wird. Meist handelt sich es hierbei um Fußketten, Fußkettchen oder Zehenringe aus Silber oder im Bereich des Modeschmucks aus anderen Metallen, Lederbändern oder Ähnlichem.
Glanz
Viele Schmuckstücke bestechen durch einen atemberaubenden Glanz. Ob es sich hier nun um Echtschmuck aus beispielsweise Edelmetall handelt oder um Modeschmuck. Viele glatte, reflektierende Flächen bezaubern durch ihren Glanz. Geschliffen oder als Rohsteine - viele Edel- und Schmucksteine haben einen ganz charakteristischen Glanz, der deshalb als Bestimmungshilfe dienen kann.
Man unterscheidet folgende Arten des Glanzes:
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Metallglanz
Stärkster Glanz überhaupt. Wie bei polierten Metallen oder Alufolie. Es gibt ihn nur bei undurchsichtigen Steinen. -
Diamantglanz
Strahlender Glanz wie bei geschliffenen Diamanten. Gibt es nur bei durchsichtigen und durchscheinenden Steinen. -
Fettglanz
Wie der Glanz von Fettflecken auf Papier. Gibt es nur bei trüben Steinen.
Bei Edelsteinen wenig verbreitet. -
Perlmuttglanz
Wie der Glanz von Perlmutt. -
Seidenglanz
Wogender Lichtschein, wie bei Naturseide. -
Wachsglanz
Matter Glanz bei Edelsteinen mit gröberen Unebenheiten, wie z.B. Feuerstein. -
Harzglanz
Harziger, wenig intensiver Glanz, wie beim Bernstein. Selten bei Edelsteinen. -
Glasglanz
Wie der Glanz von einfachem Fensterglas. Am weitesten verbreitet.
Glasschmuck
Modeschmuck aus oder mit Glas, entweder in Form von Glasapplikationen auf Schmuckstücken wie etwa bei Ringen, oder aus einem ganzen Glasstück, wie z.B. bei Glasanhängern. Glas kann auch durch Facettenschliff zu Strass Steinen oder Kristallen verarbeitet werden und ziert so vielerlei Schmuckstücke, angefangen vom edlen Collier bis hin zum einfachen Anhänger oder Armband. Eine Besonderheit im Glasschmuck ist das Muranoglas (siehe Muranoglas).
Gold
Gold ist das erste Edelmetall, das von den Menschen verarbeitet wurde. Die chemische Bezeichnung „Au“ kommt aus dem Lateinischen „aurum“. Gold ist nach wie vor wohl das beliebteste Metall in der Schmuckverarbeitung und wird vorzugsweise für edlere Stücke verwendet: edelsteinbesetzte Colliers, zierliche Armreife und natürlich Eheringe. Gold ist beliebt durch seinen schönen Glanz und den auffallend schönen, feuriggelben Farbton. Es lässt sich hervorragend verarbeiten und zeigt eine hohe Beständigkeit gegenüber Säuren und Laugen, ist oxidationsbeständig und zeigt im legierten Zustand einen hohe Polierfähigkeit. Gold gibt es in verschiedenen Arten von Legierungen: Rotgold, Gelbgold, Weißgold, Grüngold und Graugold. Durch seine Korrisionsbeständigkeit wird es nicht nur gerne in der Schmuckverarbeitung verarbeitet, sondern auch in der Zahlheilkunde, beispielsweise als Zahnersatz. Der goldanteil einer Goldlegierung wird meist in Karat angegeben (1 Karat = 1/24 = 4,167 %).
Goldschmuck
Goldschmuck bezeichnet Schmuck, der aus Gold gefertig ist. Ob nun aus Weißgold, Gelbgold, Rotgold oder anderen Goldlegierungen: Goldschmuck ist durch seinen hohen Wert und seinen außergewöhnlich schönen Glanz sehr beliebt und wird auch als Geldanlage hoch geschätzt. Goldschmuck gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen: als Ohrringe, Armkette, Armband, Halskette, Collier, Ring (vor allem beliebt als Ehering) und vielen mehr. Jeder Schmuck, der aus Gold hergestellt ist, wird als Goldschmuck bezeichnet.
Halbedelstein
Der Begriff Halbedelstein sollte wegen seiner abwertenden Bedeutung nicht verwendet werden. Früher meinte man damit die weniger wertvollen und nicht sehr harten Edelsteine, die man den „wirklichen“ Edelsteinen gegenüberstellte. „Wirklich“ und „halbedel“ sind jedoch Eigenschaften, die sich bei Edelsteinen nicht vernünftig definieren lassen.
Halsband
Ein Halsband (auch als Kropfband bezeichnet) ist eine enganliegende Halskette, die meist aus Stoff, Leder oder Metall besteht. Bei der Ausführung aus Metall spricht man allerdings eher von Halsreif. Verschiedene Gruppen benutzen diese Art von Schmuck, um ihre Gesinnung auszudrücken. Beispielsweise ist das Nietenhalsband bei Punks oder Goths recht beliebt. Gerne werden Halsbänder auch mit einem Anhänger versehen.
Halskette
Halsketten sind wohl die beliebtesten Schmuckstücke, die seit der Altsteinzeit bekannt sind. Getragen werden sie, wie der Name schon sagt, um den Hals. Hier gibt es verschiedenen Ausführungen: kurze Halsketten, mit einer Schließe, beispielsweise einem Karabiner versehen, und lange Halsketten, die mehrmals um den Hals gelegt werden können und als Endloskette bzw. Rundkette keinen Verschluss besitzen. Die Vielfalt im Material kennt keine Grenzen. Sehr beliebt sind natürlich Halsketten aus Edelmetallen wie Gold und Silber, aber auch Modeschmuck-Halsketten aus anderen Metallen und Kunststoffen. Halsketten gibt es mit und ohne Anhänger. Ohne Anhänger bestehen sie meist zum Großteil aus Perlen, Muscheln, Edelsteinen, Kunststoff oder Glas. Ihr Name leitet sich meist aus dem Material, dem Besatz oder der Form her, aus dem sie hergestellt werden, wie z. B. die Perlenkette, die Gliederkette, Silberkette oder die Ankerkette. Eine besonders edle Form der Halskette ist das Collier.
Halsschmuck
Halsschmuck ist eine Sammelbezeichnung für jeden Schmuck der um den Hals getragen wird. So z. B. die Halskette, das Collier, der Halsreif und das Halsband. Aus Edelmetall wie Gold und Silber oder als Modeschmuck, aus anderen Metallen, Kunststoffen und Glas gefertigt - Halsschmuck ist beliebt durch seine Vielfältigkeit.
Halsreif
Der Halsreif gehört zur Kategorie der Halsketten und besteht aus einem starren Material, meist aus Metall oder Edelmetall. Er wird enganliegend mit oder ohne Anhänger am Hals getragen. Eine beliebte Ausführung des Halsreifen ist der Silber-Halsreif. Er wird aber auch oft aus dem immer beliebter werdenden Edelstahl oder anderen Metallen gefertigt.
Holzschmuck
Holzschmuck wurde ursprünglich bei Naturvölkern gerne getragen. Er besteht ganz oder zum Teil aus verschiedenen, zum Tragen geeigneten Holzarten. Holzschmuck wird meist in Handarbeit und kunsthandwerklich hergestellt. Eine beliebte Art des Holzschmuckes ist der Armreif, aus edlem Sonor- oder Teakholz, bemalt oder in schlichter, polierter Ausführung. Auch werden Anhänger gerne aus Holz hergestellt und meist an einem Lederband getragen. Mittlerweile gibt es sogar Holzringe.
Imitationsperle, Imitationsperlen
Durch ihren Wert und ihre Schönheit, aber wohl hauptsächlich der langen Zeit wegen, die eine große, runde Perle benötigt, gibt man sich allerhand Mühe, Perlen in ihrer perfekt runden Form zu imitieren. Ganz einfache Nachahmungen können aus Kunststoffen oder Glas bestehen. Es gibt allerdings auch sehr viel aufwendigere Verfahren, um das glatte, seidig schimmernde Äußere einer Perle nachzuahmen. So wird beispielsweise bei der „Fischsilberperle“ eine Glaskugel oder Emailkugel mit pulverisierten Fischschuppen überzogen! Noch aufwendiger ist die Herstellung der „Muschelkernperle“. Muschelkernperlen werden aus dem sogenannten Muschelkern der Austermuschel - einer harten, organischen Substanz - hergestellt. Um kleine, geschliffene Kugeln dieses Muschelkerns wird nun Schicht für Schicht pulverisiertes Perlmutt (zumeist mit Farbpigmenten angereichert) aufgetragen. Auf diese Weise entstehen große, perfekt runde Perlen in kürzester Zeit und ohne den Kostenaufwand einer vergleichbaren Naturperle oder Zuchtperle.
Juwel
Jedes Schmuckstück ist ein Juwel. Im engeren Sinn versteht man allerdings darunter ein Schmuckstück aus Edelmetallen, in dem ein oder mehrere Edelsteine gefasst sind. Seltener werden auch geschliffene Edelsteine ohne Fassung als Juwel bezeichnet.
Karabinerverschluss
Der Karabinerverschluss ist in der Schmuckverarbeitung ein oft verwendeter Schließmechanismus, der vor allem bei Halsketten, Armbändern, Armketten und Fußketten Verwendung findet. Der Karabinerverschluss hat seinen Ursprung beim bekannten Karabinerhaken, welcher beim Schließen mit einem sogenannten Schnapper funktioniert. Bei Schmuckstücken befindet sich ein lang gezogener Bügel am Karabinerverschluss, der sich mittels eines Federmechanismus leicht öffnen lässt. Am einen Ende der jeweiligen Kette findet man den Verschluss, am anderen Ende einen Ring, in den der Karabiner greifen kann. Der Karabinerverschluss ist einer der gängigsten Schließen für Schmuckstücke, er wird aus Edelmetallen, wie Silber und Gold hergstellt, oft auch aus versilberten bzw. vergoldeten anderen Metallen. Das Material wird meist dem der Kette angepasst.
Kette, Ketten
Grundsätzlich versteht man unter einer Kette eine Reihe von Gliedern, die beweglich und untereinander verbunden sind. Eine Kette im Sinne der Schmuckherstellung besteht meist aus Edelmetallen wie Gold und Silber, anderen Metallen und/oder aus weiteren Materialien wie Perlen, Muscheln, Edelsteinen, Perlmutt, Holz, Korallen und vielen anderen. Je nachdem, wie und wo die Kette getragen wird, findet sie unterschiedliche Namen: so z.B. die Halskette, Fußkette oder Knöchelkette, Armkette oder aber die Uhrenkette.
Ketten gibt es also in allen erdenklichen Materialien, Längen und Formen, so z.B.: die Ankerkette, die Panzerkette, Königskette, Venezianerkette, Kordelkette, Kugelkette, Schlangenkette oder Zopfkette.
Knochenschmuck
Knochenschmuck oder Schmuck aus „Bone“ (englisch). Ursprünglich von Naturvölkern zu Körperschmuck verarbeitet, findet dieses Material in der Schmuckherstellung immer größeren Anklang, beispielsweise als modische Ohrringe, Anhänger oder Ringe.
Koralle, Korallenschmuck
Die Koralle wird als organischer Edelstein mit geringem Härtegrad bezeichnet und schon seit etwa 10.000 Jahren in der Schmuckherstellung verwendet. Als Schmuckstein ist die rote Edelkoralle wohl am begehrtesten. Es gibt jedoch eine Reihe weiterer Korallenarten, die in der Schmuckverarbeitung Verwendung finden: Apfelkoralle, Bambuskoralle, Sardiniakoralle, Schaumkoralle und ebenfalls sehr begehrt: die weiße Koralle. Korallenschmuck wird meist mit oder aus Korallenkugeln, poliert oder natürlich, hergestellt. Es gibt sie aber auch in anderen Formen: als Oliven, als Herzen, Linsen, Rondell, Scheiben und vielen mehr. Da die Koralle im Vergleich zu anderen Schmucksteinen nicht sehr stabil ist, sollte das Schmuckstück beispielsweise vor dem Duschen oder Baden abgenommen werden. Des weiteren ist es ratsam, den Korallenschmuck vor großer Hitze oder Säuren zu schützen. Die Farbintensität kann sehr darunter leiden.
Kreolen, Creolen
Ursprünglich von Sklaven und Zigeunern getragen, gibt es diese ringförmigen Ohrringe in verschiedenen Formen und Größen. Sie werden meist im Pressverfahren (hohl) hergestellt. Das Wort „Creole“ kommt aus dem Spanischen „criollo“ und wurde als Name für schlichte, geschlossene Ohrringe übernommen. Die modernen Creolen, wie wir sie heute kennen, sind in den unterschiedlichsten Materialien, Farben und Formen zu bekommen, mattiert oder hochglanzpoliert, beliebt in Silber oder Gold.
Lüster
Als Lüster bezeichnet man den seidig schimmernden Glanz von Perlen. Der Lüster kann bei Perlen als Qualitätsbestimmung in der Form des „A-AAA“-Systems dienen. Der Lüster wird auch Schmelz genannt.
Material, Materlialien
Das Material, das in der Schmuckherstellung für das jeweilige Schmuckstück ausgewählt wird, ist in seiner Zahl nahezu grenzenlos. Am begehrtesten ist natürlich das Edelmetall, wie beispielsweise Silber oder Gold. Desweiteren werden andere Metalle gerne versilbert, vergoldet oder rhodiniert, um Allergiker oder das Metall vor dem Anlaufen zu schützen. Für Halsketten werden oft auch Bänder, Drähte (Schmucktdraht, Edelstahldraht), Schnüre oder Lederbänder verwendet, um andere Materialien wie Perlen, Schmucksteine, Anhänger aus verschiedenen Materialien daran zu befestigen oder aufzuziehen. Armreifen und Ringe bestehen meist aus starrem Material wie Holz, Harz oder Metallen. Der Kreativität in der Verarbeitung der verschiedenen Materialien in der Schmuckherstellung sind hier keine Grenzen gesetzt.
Modeschmuck
Unter Modeschmuck versteht man Schmuck, der aus „unedelen“ Materialien hergestellt wird und dadurch im Gegensatz zu Schmuck aus Edelmetallen oder echten Perlen preiswert und günstig angeboten werden kann. Verschiedene Metalle, Kunststoffe, Farb- und Kristallgläser werden hierbei verwendet. Diese wiederum werden durch verschiedene Oberflächenverfahren coloriert, irisiert, verspiegelt, mattiert, versilbert oder vergoldet. Die Vielfalt der so produzierten Schmuckstücke ist nahezu grenzenlos. Im Wesentlichen wird bei Modeschmuck immer auf den aktuellen Modetrend eingegangen. Mittlerweile gibt es sehr hochwertigen Modeschmuck, beispielsweise aus Edelstahl gefertig, mit wertvollen Swarovski Kristallen besetzt, versilbert, vergoldet oder rhodiniert. Durch die hohe Materialqualität ist Modeschmuck auf den ersten Blick oft nicht mehr von Echtschmuck zu unterscheiden.
Mondstein
Der Mondstein ist ein Edelstein und eine Varietät des Adular. Seinen Namen bekam er durch sein Schimmern, das an den Schein des Mondes erinnert. Mondsteine werden als Schmuckstein oft zu Cabochons geschliffen, um den schönen, bläulich-weißen Schimmer (auch adularisieren genannt) besser zur Geltung zu bringen. Bei Schmuckstücken wird der Mondstein oft in Verbindung mit Silber verarbeitet. Der Mondstein steht in der Esoterik als Symbol für Venus, Neptun und Mond. Als Heilstein wird er gegen Kopfschmerzen und Frauenleiden eingesetzt.
Murano, Muranoglas, Muranoschmuck
Murano ist eine Insel nordöstlich von Venedig, die durch ihre Glasbläserei weltberühmt geworden ist. Heute ist Schmuck aus miest farbigem Muranoglas sehr beliebt. Ob es nun einfache Anhänger, Glasperlen, Colliers, Halsketten, Armbänder oder Ohrhänger sind, ein Schmuckstück aus Muranoglas ist immer ein ganz besonderes Highlight.
Muscheln, Muschelschmuck
Als Muschelschmuck wird jedes Schmuckstück bezeichnet, das mit oder aus Muscheln gefertigt wird. So z. B. ein Muschelarmband, eine Muschelkette, ein Anhänger aus Muscheln oder aber ein Ring mit Muschelbesatz. Muschelschmuck gilt als Modeschmuck. Muscheln zählen wohl zu einem der ersten Materialien, aus denen Schmuck hergestellt wurde. Vor allem durch das Perlmutt und den abstrakten und verspielten Formen sind Muscheln in der Schmuckherstellung sehr beliebt. Als Applikationen auf Ringen, Anhängern, Ohrringen oder Armbändern werden Muscheln und Perlmutt oft verwendet.
Muschelkernperlen
Muschelkernperlen sind Imitationsperlen. Sie werden aus dem sogenannten Muschelkern der Austermuschel - einer harten, organischen Substanz - hergestellt. Um kleine, geschliffene Kugeln dieses Muschelkerns wird nun Schicht für Schicht pulverisiertes Perlmutt (zumeist mit Farbpigmenten angereichert) aufgetragen. Auf diese Weise entstehen große, perfekt runde Perlen in kürzester Zeit und ohne den Kostenaufwand einer vergleichbaren Naturperle oder Zuchtperle.
Nickel
Nickel ist ein bedeutendes Legierungsmetall mit der chemischen Bezeichnung „Ni“. Zu finden ist Nickel nur in Eisenmeteoriten und im Erdkern, in geringeren Konzentrationen ist es aber relativ weit verbreitet. Durch die immer größere Zahl der Nickelallergiker wird dieses Metall immer weniger zur Legierung von Schmuckstücken und anderen, auf der Haut anliegenden Gegenständen verwendet. Als Legierungsmetall zur Stahlveredelung spielt Nickel jedoch immer noch eine große Rolle.
Ohrclips
Eine besondere Form des Ohrschmucks ist der Ohrclip. Im Gegensatz zu Ohrsteckern, Ohrhängern und anderen Ohrringen wird der Ohrclip durch einen Federmechanismus am Ohrläppchen befestigt und kann daher ohne das Stechen von Ohrlöchern getragen werden. Dadurch sind Ohrclips besonders beliebt.
Ohrhänger
Ohrhänger sind eine Form des Ohrschmucks. Sie werden meist ohne Verschluss mittels eines Hakens in das durchstochene Ohrläppchen gehängt. Ohrhänger gibt es, wie jeden Ohrschmuck, in verschiedenen Längen, Größen und Materialien. Dabei sind Ohrhänger aus Silber, Gold, anderen Edelmetallen oder rhodinierten Metallen besonders beliebt, da sie keine Allergien oder Hautreaktionen auslösen können.
Ohrringe
„Ohrringe“ ist ein Sammelbegriff für am Ohr getragene Schmuckstücke. Getragen wird der Ohrring entweder durch ein vorhandenes Ohrloch oder er wird mit einem Clip am Ohrläppchen befestigt. In vielen Kulturen werden Ohrringe von beiden Geschlechtern getragen, meist allerdings von Frauen. Seit den 70er Jahren werden Ohrringe auch gerne von Männern getragen.
Ohrschmuck
Als Ohrschmuck bezeichnet man alle Schmuckstücke, die am Ohr getragen werden, beispielsweise die bekannten Ohrstecker, Ohrhänger, Kreolen, Ohrclips oder Ohrklemmen. Meist wird Ohrschmuck in Edelmetallen wie Gold, Silber oder Platin gefertigt, um allergischen Reaktionen vorzubeugen. Durch Maßnahmen wie rhodinieren, versilbern oder vergolden, wird Ohrschmuck jedoch auch als Modeschmuck allergikerfreundlich.
Ohrstecker
Ohrstecker sind eine Form des Ohrschmucks, die durch ein vorhandenes Ohrloch gesteckt werden. Die klassische Variante von Ohrsteckern ist der Perlenohrring. Wie bei jedem Ohrschmuck sind Silber, Gold und andere Edelmetalle zur Herstellung sehr beliebt. Ohrstecker werden an ihrer Vorderseite oftmals mit Kristallen, Strass, Edelsteinen oder Perlen besetzt.
Perlen
Unter Perlen verstehen wir im weitesten Sinne kleine, runde Kugeln. Ohne Zusatz darf jedoch nur die Naturperle auch wirklich als Perle bezeichnet werden. Die in der Schmuckverarbeitung herrschende Materialvielfalt lässt die Kategorie Perle verschwimmen: Perlen gibt es heutzutage aus unterschiedlichen Materialien künstlich hergestellt. Da wären die Glasperlen, die gerne als Armband oder Halskette Verwendung finden, ebenso wie diverse Kunststoffperlen. all diese Perlen jedoch, nennt man Imitationsperlen. Keine Frage! Zur Schmuck-, bzw. Modeschmuckherstellung sind solche Imitationsperlen höchst beliebt. allein schon wegen der vielen Verarbeitungsmöglichkeiten, der großen Farbenvielfalt und nicht zuletzt wegen des geringen Anschaffungspreises. In unserem Perlenlexikon wollen wir allerdings auf die - nenne wir sie mal richtige Perle eingehen.
Auch hier gibt es große Unterschiede. Perle ist nicht gleich Perle Ob von Natur gewachsen oder mit Zutun des Menschen entstanden, ob Süßwasserperle oder Salzwasserperle; der Unterschied kann Welten betragen!
Im Allgemeinen zählen wir Perlen wegen ihres hohen Wertes und Ansehen in der Schmuckverarbeitung zu den (organischen) Edelsteinen. Als Schmuck werden Perlen tatsächlich schon seit über 6000 Jahren von uns Menschen hoch geschätzt. So verkörpern sie Schönheit, Reinheit, Glanz und Macht.
Perlen sind wohl hauptsächlich wegen ihres seidigen Schimmers, dem sogenannten Lüster oder Schmelz so begehrt. Meistens sind Perlen silbrig weiß. Doch auch in zartem Rosa- oder Gelbton leuchten sie an edlen Colliers oder Ringen. Am seltensten und daher auch entsprechend wertvoll sind grüne oder blaue, vor allem aber schwarze Perlen. Diese gelten als Rarität!
Perlenschmuck
Als Perlenschmuck bezeichnet man alle Schmuckstücke, die mit oder aus Zuchtperlen oder Naturperlen gefertigt sind. Der bekannteste Perlenschmuck ist wohl die Perlenkette. Ob als enganliegendes Collier, welches gern als Brautschmuck getragen wird, oder als lange Rundkette - Perlenketten sind zeitlose Klassiker. Durch die Farben- und Formenvielfalt der Perlen werden sie zu klassischen und modernen Schmuckstücken verarbeitet.
Perlmutt, Perlmuttschmuck
Perlmutt ist, wie wir wissen, die seidig schimmernde Substanz, mit der Perlen vielschichtig überzogen sind. Es wird jedoch auch eigenständig oder in Form von Muschelstücken zu Schmuck verarbeitet. Das gewöhnliche Perlmutt der Perlmuschel ist normalerweise weiß. Dagegen gibt es auch das naturdunkle Perlmutt der Tahitiperlmuschel. Ganz besonders schön ist allerdings das Perlmutt der Paua Muschel. Dieses erfreut durch sein intensives, blaugrün schillerndes Farbenspiel und wird daher besonders gern zu den verschiedensten Schmuckstücken, wie Armbänder, Anhänger, Ringe oder Ohrringe verarbeitet - nicht nur zu Modeschmuck, sondern auch in Verbindung mit hochwertigem Silber oder anderen Edelmetallen. Die Pauamuschel kommt nur in Neuseeland vor und wurde schon früh von den Maoris zu mystischen Schnitzereien verarbeitet. Wegen dem opalähnlichen Farbeffekt spricht man von der Pauamuschel auch gern als See-Opal.
Pflege, Schmuckpflege
Wenn Sie lange Freude an Ihren kostbaren Schmuckstücken haben möchten, bedarf es einer regelmäßigen und für jeden Schmuck individuellen Pflege. Wie Sie Ihren Schmuck richtig pflegen, hängt davon ab, um welchen Schmuck es sich handelt. Ob Perlenkette oder Silberohrringe, jedes Schmuckstück muss anders gepflegt werden. Deshalb haben wir die wichtigsten Tipps zur Aufbewahrung und zur Pflege von Schmuck für Sie zusammengetragen:
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Vermeiden Sie, Schmuck bei Haus- und Gartenarbeit, beim Sport, in der Badewanne, unter der Dusche sowie beim Sonnenbaden oder in der Sauna zu tragen. Auch beim Spülen und sportlichen Aktivitäten ist Vorsicht geboten: Schweiß und Spülwasser beschädigen auf Dauer die Oberfläche der Metalle, Perlen oder Edelsteine. Stöße können leicht zu irreparablen Kratzern und Dellen in der Schmuckoberfläche führen.
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Besonders wichtig ist es, Gold-, Silber- und Perlenschmuck vor dem Schwimmen abzulegen. Salzwasser und Chlor sind Gift für Ihre Schmuckstücke! Ganz besonders empfindlich sind Perlen und Edelsteine. Perlen sind organisch und daher sehr empfindlich gegenüber äußeren Einflüssen.
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Schmuck sollte erst angelegt werden, wenn Sie Ihre kosmetischen Handgriffe verrichtet haben. Perlen, Silber und andere Schmuckstücke reagieren sehr empfindlich auf Kosmetika, wie Haarspray, Make-up, Parfums, Deodorants und Sonnencreme. Schützen Sie Ihren Schmuck - insbesondere Perlen und Edelmetalle - vor Dämpfen, Fetten sowie Ölen.
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Mit einem weichen Tuch lassen sich Schweiß und Schmutz am besten von Ihrem Schmuckstück abreiben. Vermeiden Sie das Tragen mehrerer Ringe an einem Finger, sie reiben aneinander und können dadurch verkratzen. Edelsteine verkratzen sich gegenseitig.
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Reinigen Sie Schmuck möglichst oft. Seifenwasser ist ein geeignetes Reinigungsmittel für Schmuckstücke ohne Steinbesatz.
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Vermeiden Sie es, verschiedene Schmuckstücke gemeinsam zu reinigen.
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Auf keinen Fall sollten scharfe Reinigungsmittel verwendet werden!
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Da Perlen organisch sind, dürfen sie nicht mit Seife gereinigt werden - sie trocknet die zarten Perlmuttschichten aus! Den Lüster der Perlen erhalten Sie am besten mit einem weichen Öltuch.
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Silberschmuck kann durch den Kontakt mit Luft anlaufen (siehe „Anlaufen“). Um den schönen Glanz und sein ursprüngliches Aussehen wiederherzustellen, reinigen Sie ihren Silberschmuck mit handelsüblichen Reinigungsbädern oder benutzen Sie ein Silberputztuch.
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Um Silberschmuck vor dem Anlaufen zu schützen, sollte er stets lichtgeschützt und am besten luftdicht aufbewahrt werden. Als Beigabe ein Stück Schulkreide hat den Effekt, dass sie den Schwefelwasserstoff in der Luft bindet und so Ihr Silberschmuck länger hell und glänzend bleibt.
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Damit kein Schmuckstück verkratzt, sollten Sie Ihren Schmuck (besonders Perlen!!) in einem möglichst weich ausgekleidetem Schmuckkästchen aufbewahren. Eine weitere Sicherheitsmaßnahme ist das getrennte Aufbewahren Ihrer Schmuckstücke. Dadurch wird es vermieden, dass die Schmuckstücke sich gegenseitig verkratzen oder sich beispielsweise Halskette oder Armbänder verheddern.
Qualität
Die Qualität bei Schmuck ist sehr wichtig. Insbesondere bei hochwertigem Material wie Edelsteine, Gold oder Silber wird großer Wert auf eine gute Verarbeitung gelegt. Massenware wird vermieden, um das Schmuckstück noch wertvoller zu machen. Jedoch gibt es heutzutage auch im Bereich des Modeschmucks immer höhere Qualitätsansprüche. Edle Schmuckstücke von Swarovski beispielsweise unterliegen einem hohen Qualitätsstandart.
Resin
Resin ist ein Naturharz, das in der Schmuckherstellung immer beliebter wird. Es ist sehr stabil und kann ich jede nur erdenkliche Form gegossen werden, zu Armreifen, Anhängern oder gar zu Ringen. Das fertig ausgehärtete Schmuckstück wird oftmals lackiert und auf Hochglanz poliert.
Rhodium, Rhodinieren, Rhodiniert
Rhodium ist das wertvollste der sogenannten Platinmetalle. Durch seine Seltenheit sogar kostbarer als das Platin selbst. Rhodium hat als Legierung in der Schmuckherstellung eine hohe Bedeutung. Es schützt Metalle vor dem Anlaufen, was vor allem bei Weißgold und Silber wichtig ist. Rhodium ist sehr robust, also sehr abriebfest und korrosionsbeständig. Es ist säureresistent und absolut luft- und wasserbeständig. Eine rhodinierte Kette, ein Ring oder rhodinierte Ohrringe sind somit wertvolle und beständige Schmuckstücke, die zudem noch durch ihren kühlen, metallischen Glanz bestechen.
Ring
Der Ring zählt zu den bekanntesten Schmuckformen. In sämtlichen Kulturen der Erde findet man ihn als Schmuckstück für Hand (Fingerring) und Fuß (Zehenring). Ohrringe und Nasenringe jedoch zählen hier zu den „Nadeln“ und nicht zu den Ringen. Die ersten Ringfunde sind wohl etwa 21.000 Jahre alt und wurden zu ihrer Zeit beispielsweise aus Mammutelfenbein hergestellt. Später wurden sie aus Materialien wie Holz, Knochen, Stein (Bernstein z.B.) und letztendlich aus Bronze, Eisen und Edelmetallen gefertigt. Im Laufe der Zeit bildeten sich die verschiedensten Bedeutungen für Ringer heraus. Ringe gehörten zu den beliebtesten Schmuckstücken der Oberschicht.
Beispielsweise der Siegelring: er war ein Zeichen der Macht. Ringe waren bereits im Mittelalter ein Zeichen der Liebe und Treue bei der Eheschließung. Daneben gab es Schutz- und Heilringe, die zum Beispiel einen Krötenstein enthielten. Heute wird die Art einen Ring zu tragen, das Material aus dem er gefertigt ist, ob mit Edelsteinen oder einfach nur aus Silber oder anderen Edelmetallen, hauptsächlich von der Mode und dem eigenen Gefallen bestimmt.
Ringgröße
Weltweit gibt es verschiedene Maße um die Ringgrößen zu bestimmen:
- Wiener Vereinigungsmaß (Umfang in mm)
- Französisches Maß (Umfang minus 40 mm)
- Pacher Maß (Wiener Vereinigungsmaß; 1,85)
- Durchmessermaß (Wiener Vereinigungsmaß/Pi)
- Englisches Maß
- Amerikanisches Maß (USA/Kanada)
Juweliere messen die Ringgröße bei ihren Kunden mithilfe eines sogenannten Ringmaßes. Eine andere Methode, die persönliche Ringgröße zu ermitteln ist es, den Innendurchmesser bei einem vorhandenen, gut sitzenden Ring zu messen.
Rosenquarz
Rosenquarz ist eine Quarz-Varietät und ein Edelstein. Er wird meist zu Cabochons geschliffen. Die Farbe des Rosenquarz ist ein schönes, milchig-trübes Rosarot, das unterschiedlich transparent sein kann. Bei kugelig geschliffenem Rosenquarz wird oft ein Asterismus (Sterneffekt) beobachtet. Rosenquarz gilt in der Esoterik als sehr starkes Symbol für Liebe und Fruchtbarkeit. Als Heilstein soll er Kopfschmerzen lindern und schädliche Strahlung (Elektrosmog) absorbieren.
Zu Schmuck wird er oft in Verbindung mit Silber verarbeitet.
Schliff
Um die volle Pracht den Edelsteinen zu entlocken, werden die meisten Steine geschliffen. Dabei unterscheidet man Schliffarten und Schliffformen.
Schliffarten
- Facettenschliff
Der Facettenschliff erhält seinen Charakter von einer Vielzahl kleiner Flächen, den Facetten. Er wird hauptsächlich bei durchsichtigen Edel- und Schmucksteinen angewendet und kann in zwei Grundtypen eingeteilt werden: den Brillantschliff mit rundem Grundriss und den Treppenschliff mit eckiger Form.
Der Brillantschliff gilt als höchste Vollendung der Schleifkunst und wird, wenn irgend möglich angewendet.
- Glattschliff
Der Glattschliff kann eben, gewölbt, als Cabochon oder Kugel ausgeführt werden. Er wird durch keine Facetten unterbrochen und dient vorzugsweise zum Schleifen von Achat und anderen undurchsichtigen Steinen.
- Gemischter Schliff
Der Gemischte Schliff ist eine Mischung aus Facetten- und Glattschliff.
Schliffformen
Von den Schliffarten gibt es eine Fülle abgeleiteter Formen, den Schliffformen. Diese können rund, oval, kegelartig, quadratisch (Carré), rechteckig (Baguette), dreieckig (Triangel) und vieleckig sein.
Dazu gibt es viele nachgeahmten Formen irgendwelcher Vorbilder, wie Olive, Birnenkern (Tropfen), Schiffchen (Narvette oder Marquise), Herz, Trapez oder Tonne. Desweiteren gibt es die sogenannten Freiformen, reine Fantasiebilder, Designervorgaben für Modeschmuck.
Schmuck
Schmuck kann man grundsätzlich als das Verzieren von den jeweiligen Körperteilen oder der Kleidung bezeichnen. Schmuck ist wohl die älteste Kunstform, sogar älter als Kleidung. Selbst heute gibt es noch einige Naturvölker, die kaum Kleidung, dafür aber reichhaltig Schmuck tragen. Das Wort Schmuck kommt aus dem Altgermanischen und bedeutete, sich in etwas (etwa ein Kleid) hinein drücken. Im Deutschen werden als Synonym für Schmuck auch die Wörter „Geschmeide“ oder „Pretiosen“ verwendet, die einen ähnlichen Ursprung wie das Wort „Schmuck“ haben und soviel wie „wertvolle Kostbarkeiten“ bedeuten. Seit Menschengedenken symbolisierte Schmuck Macht, Reichtum und vor allem die Persönlichkeit des Menschen. Schmuck kann in zwei grundlegende Gruppen eingeteilt werden:
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Kleiderschmuck (Gürtel, Broschen, Hutverzierungen)
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Körper- und Haarschmuck (Ringe, Halsketten, Armbänder, Fußketten, Zehenringe, Colliers, Armketten, Haarnadeln, Haarspangen, Ohrringe, etc.)
Desweiteren kann Schmuck auch an folgenden Kriterien unterschieden werden:
- Form (Ketten, Armband, Ring, Ohrring)
- Funktion (Anhänger, Gürtel, Uhr)
- Anlass (Brautschmuck, Ehering)
- geschmücktes Körperteil
- Handschmuck (Fingerring, Nagelschmuck)
- Armschmuck (Armband, Armkette, Armreif, Armspange)
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Fußschmuck (Fußkette, Zehenring)
- Halsschmuck (Halskette, Halsreif, Halsband, Collier)
- Nasenschmuck (Nasenpiercing)
- Ohrschmuck (Ohrringe, Ohrstecker, Ohrhänger, Ohrclips)
- Kopf- bzw. Haarschmuck (Haarnadeln, Haarspangen, Diadem)
- Mundschmuck (Piercing)
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Material (Silberschmuck, Goldschmuck, Edelstahlschmuck, Schmucksteine, Edelsteinschmuck, Platinschmuck)
Schmuck kann wohl so vielfältig sein, wie nichts anderes. Neben seiner tiefen Bedeutungen, wie als Zeichen des Reichtums oder der Liebe trägt er die Persönlichkeit seines Trägers nach außen.
Schmuckpflege
Ein neues Schmuckstück bereitet viel Freude. Damit ihr Schmuck auch lange seine Schönheit und seinen Glanz behält, bedarf es einer regelmäßigen und guten Pflege. Wie Schmuck richtig gepflegt wird, hängt natürlich davon ab, aus welchem Material er ist. Es gibt allerdings einige Tipps, die für jedes Schmuckstück gelten:
Vermeiden Sie es, Schmuck bei Hausarbeit und im Garten, beim Sport, Duschen oder Baden, sowie beim Sonnenbaden oder in der Sauna zu tragen. Durch Spülwasser, Reinigungsmittel, Kosmetika oder Schweiß werden die Schmuckoberflächen beschädigt! Kratzer sind schnell verursacht und meist irreparabel.
Silberschmuck sollte vor allem beim Schwimmen abgelegt werden.Chlor und Salzwasser sind wahres Gift für Silber und können es „ausbleichen“ oder anderweitig beschädigen. Aber nicht nur Silberschmuck sollte im Wasser abgelegt werden, sondern auch jeder andere Schmuck, vor allem organische Materialien, wie Perlen oder Leder.
Da Schmuck im Allgemeinen und Perlen im Speziellen sehr empfindlich gegenüber Kosmetika sind, sollte er erst nach der alltäglichen Benutzung von Cremes, Make-up oder Parfums angelegt werden.
Um Kratzer zu verhindern, sollten nie mehrere Ringe an einem Finger getragen werden.
Vor allem nach dem Tragen (um Schweiß und Schmutzpartikel zu entfernen) sollte Schmuck des öfteren mit einem weichen, feuchten Tuch oder wenig Reinigungsmittel gesäubert werden.
Schmuck sollte einzeln gereinigt werden, damit die Schmuckstücke sich nicht gegenseitig verkratzen.
Bei der Reinigung von Schmuck niemals scharfe Reinigungsmittel verwenden!
Besondere Pflege für angelaufenen Silberschmuck
Wie wir wissen, läuft Silber bei ständigem Kontakt mit Luft an, d.h. er oxidiert und nimmt eine schwärzliche Färbung an.
Zur Reinigung empfiehlt sich ein handelsübliches Silberbad oder Silberputztücher.
Satinierte (mattierte) Silberoberflächen reinigen Sie am besten mit einer weichen Bürste.
Aufbewahrung
Schmuck, egal aus welchem Material, sollte möglichste weich und getrennt von anderen Stücken gelagert werden. Am besten in einem Schmuckkästchen mit vielen Möglichkeiten zur Unterteilung - Schubladen zum Beispiel - und mit weichen Einlagen.
Um das Anlaufen von Silberschmuck möglichst zu verhindern, bewahren Sie ihn in einem luftdichten Plastikbeutel auf. So wird der Kontakt des Silbers zur Luft minimiert und Ihr Schmuck so vor der Oxidation geschützt.
Schmuckstein
Der Begriff Schmuckstein ist eine Sammelbezeichnung für alle schmückenden Steine und steinähnlichen Mineralien. Zuweilen wird das Wort Schmuckstein auch als Synonym für Edelsteine verstanden. Tatsächlich gibt es keine überzeugende Abgrenzung von wertvolleren und weniger wertvollen Steinen. Daher ist es oft zweckmäßig, zusammenfassend von Edel- und Schmucksteinen als einem Begriff zu sprechen.
Shiva Eye, Shiva Auge
Als Shiva Auge oder Shiva Eye wird das halbrunde Operculum der Turbanschnecke bezeichnet. Das Operculum ist ein kleines Deckelchen aus Horn oder Kalk, das die Schnecken durch Muskelkraft wie eine Tür benutzen um sich vor Angreifern oder Austrocknung zu schützen. Nach dem Tod des Tieres löst sich das Shiva Eye und kann durch Taucher am Meeresboden eingesammelt werden. Das Shiva Auge durchläuft einen schier endlosen Schleif- und Polierprozess, bis es als wertvolles Schmuckstück, meist in Silber oder Gold gefasst erstrahlt. Shiva Augen sind seit der Steinzeit bekannt und sind neben der Verwendung in der Schmuckherstellung ein beliebter Glücksstein. Die markante Spirale an der Unterseite jedes Shiva Eyes kann in der Farbgebung von Grün über Braun, bis hin zu einem Türkiston variieren. Die Farbgebung wird durch Pigmente von Algenteilchen bei der Nahrungsaufnahme der Schnecke bestimmt.Weltweit sind über 300 Arten der Kreiselschnecken bekannt, jedoch zeichnen sich nur wenige der Opercula durch die herrliche Farbenpracht aus, wie es bei den Shiva Augen der asiatischen und australischen Meere der Fall ist.
Besonders die Shiva Eyes aus Thailand eigenen sich durch ihre hohe Qualität und intensive Farbgebung zur Weiterverarbeitung als Schmucksteine.
Silber
Silber ist ein weiß glänzendes Edelmetall mit der chemischen Bezeichnung Ag (lat. argentum = Silber). Silber ist ein weiches und daher sehr gut formbares Schwermetall, welches die beste elektrische und thermische Leitfähigkeit aller Metalle aufweist. Des weiteren gibt es kein anderes Metall, das die die Licht-Reflexionseigenschaften von Silber übertrifft. Poliertes Silber reflektiert über 99,5 % des sichtbaren Lichtes! Als „weißestes“ aller Metalle wird es daher sogar zur Herstellung von Spiegeln benutzt. In der Schmuckverarbeitung ist Silber neben Gold und Platin eines der wertvollsten Edelmetalle. Durch seinen niedrigen Anschaffungspreis ist es für fast jedermann erschwinglich. Silber ist relativ reaktionsträge und daher auch bei höheren Temperaturen gegenüber dem Sauerstoff der Luft beständig. Da in der Luft jedoch spurenweise Schwefelwasserstoff enthalten ist, kann Silber mit der Zeit schwarz anlaufen, da dieser das elementare Silber zu Silbersulfid oxidiert. Durch Legierungen mit anderen Metallen kann die optische Eigenschaft von Silber verändert werden. Da Silber sehr weich ist, wird es zur Schmuckverarbeitung meist mit anderen Metallen wie Kupfer legiert. Die wichtigste Silberlegierung, das Sterlingsilber beispielsweise besteht zu 92,5 % aus Reinsilber (daher „925er Silber“). Besonders beliebt ist Silber als Halskette, Armkette, Ohrring oder Ring.
Silberschmuck
Silber wird schon seit dem 5. Jahrtausend v.Chr. unter Anderem zu Schmuck verarbeitet. Zeitweise war es sogar wertvoller als Gold. Silberschmuck ist besonders heutzutage durch seinen relativ niedrigen Anschaffungspreis sehr beliebt. Während Silber früher eher zu Münzen, Ringen und Amuletten verarbeitet wurde, ist es heute Ausgangsmaterial für eine schier unendliche Fülle von unterschiedlichen Schmuckstücken. Als Silberschmuck wird jedes Schmuckstück aus Silber bezeichnet: Silberohrringe, Silberringe, Silberketten, Armketten, Fußketten oder Colliers aus Silber. Hierbei wird oft die wichtigste der Silberlegierungen, das Sterlingsilber verwendet, da es härter ist als Reinsilber. Leider läuft Silber nach einiger Zeit schwarz an, was jedoch durch luftdichte Verpackung verzögert oder durch handelsübliche Silberputztücher oder -bäder rückgängig gemacht werden kann.
Steinschmuck
Der Begriff Steinschmuck umfasst alle Schmuckstücke, die aus oder mit Schmucksteinen hergestellt wurde. Als Schmuckstein gelten hier Edelsteine, Korallen und Perlen. Steinschmuck wird gerne auch aus Silber mit eingefassten Edelsteinen wie Mondstein oder Rosenquarz hergestellt. Besonders beliebt sind hier auch Ringe mit Edelsteinbesatz oder Endlosketten aus Edelsteinsplitter.
Strass, Straß, Strassschmuck
Unter Strass versteht man Glas-Steine aus bleihaltigem Glas, welche seit dem 18. Jahrhundert als Diamant-Imitation verwendet werden. Strass-Steine, früher auch als „Simili“ bezeichnet, gleichen im Glanz und in der Farbstreuung den Diamanten, erreichen aber nicht deren Härte oder Lichtbrechung. Erfunden wurden die Strass-Steine vom elsässischen Juwelier Georg Friedrich Strass. Sie sind bis heute im Modeschmuck und als Kleidungsbesatz sehr beliebt.
Süßwasserperlen
Die zweite „Kategorie“ der Naturperlen wächst in Flüssen, also im Süßwasser und wird daher echte Flussperle oder schlichtweg Süßwasserperle genannt. Durch die Verunreinigung der Gewässer sind die Perlmuscheln dort leider weitgehend ausgestorben. Das größte Problem für die Muscheln ist dabei der mittlerweile sehr hohe Nitratgehalt des Wassers. Die Flussperlmuschel ist heute in nur mehr geringer Zahl in den gemäßigten Breiten Europas, Asiens und Nordamerikas anzutreffen.
Der Bestand der Perlmuscheln hat sich bis heute zwar wieder etwas regeneriert, jedoch ist in skandinavischen Ländern, sowie Deutschland die Perlenernte verboten, da dort die Süßwasserperlmuschel unter Naturschutz steht.
Süßwasserzuchtperlen
Seit den 50er Jahren hat sich die Zucht von Süßwasserperlen durchgesetzt. Diese Süßwasserzuchtperlen sind zwar meist größer als ihre Artgenossen aus dem Meer, jedoch selten gut gerundet. Die sogenannte Biwa Perle, auch Biwaco Perle genannt, war die erste Perle ihrer Gattung. Sie hat ihren Namen vom japanischen Biwa-See (jap. Biwa co), in dem die erste Süßwasserperlenzucht entstand. Seit Anfang der 70er Jahre boomt geradezu die Süßwasserperlenzucht in China. Die dort gezüchteten Perlen machen einen immer größeren Anteil der Zuchtperlen aus. Man nennt sie auch Chinazuchtperlen.
Südseeperlen
Südseeperlen sind Salzwasser Zuchtperlen, die in der Silberlippigen Perlauster „Pinctada Maxima“ heranwachsen. Die wertvollen Südseeperlen werden hauptsächlich in Australien (beste Qualität), Myanmar, Indonesien und um die Inseln im Südpazifik gezüchtet. Da Südseeperlen die größten und seltensten ihrer Art sind, ist ihr Wert entsprechend hoch. Ihre Seltenheit kommt daher, dass die Zucht so großer Perlen sehr viel Zeit in Anspruch nimmt. In dieser Zeit kann leider sehr viel schief gehen: Austern können erkranken oder gar absterben, oder die Perlen können Fehlformen annehmen. Südseeperlen findet man meist in den Farben weiß, silberfarben, oder goldfarben.
Swarovski, Swarovskikristall, Swarovskistein
Swarovski ist ein österreichischer Hersteller von Kristallglas und optischem Kristall. Das Unternehmen wurde bereits 1895 von Daniel Swarovski in Watten/Tirol gegründet und umfasst heute mehr als 25.000 Mitarbeiter in 40 Ländern! Swarovski entwickelte seiner Zeit die erste Schleifmaschine und stellte so mechanisch geschliffene Kristallsteine von hoher Qualität her. Neben diesen Kristallschmucksteinen und Kristallelementen (Handelsbezeichnung „Crystallized - Swarovski Elements“) entstanden auch die berühmten Kristallfiguren. Swarovski steht heute für einen hohen Qualitätsstandart und ausgefallenes Design.
Tahitiperlen
Ein besonderes Highlight im heutigen Perlenhandel ist die Tahit Perle. Tahitiperlen werden in Lagunen Französisch-Polynesiens gezüchtet. Die Muscheln, in denen sie heranwachsen nennt man Schwarzlippige Perlauster. Diese Muscheln können bis zu 30cm groß und 5kg schwer werden. Aus diesem Grund entstehen in ihr häufig überdurchschnittlich große Perlen. Ihre natürliche, dunklen Farben, die von silberfarben, anthrazit bis hin zu schwarz variieren können, machen die Tahitiperle einzigartig. Wirklich schwarze Tahitiperlen sind allerdings sehr selten.
Unikat
Der Begriff Unikat betont gegenüber einer Massenware die Besonderheit und den gesteigerten Wert des Einzelnen, das durch Kunstfertigkeit oder Zufall entsteht. „Unikat“ bedeutet nichts anderes als „einzig“ und „allein“ (lat. unicus). Ein Schmuck Unikat ist daher ein Einzelstück, das nur einmal hergestellt wurde. Schmuckstücke gleicher Art, jedoch mit beispielsweise Korallenstücken oder Muschelbesatz können jedoch auch als Unikat bezeichnet werde, da kein Muschelstück und keine Koralle der anderen gleicht.
Unisex
Unisex bezeichnet Einrichtungen, Kleidungsstücke, Schmuckstücke und Begriffe die von beiden Geschlechter gleichermaßen verwendet werden können. So kann ein Unisex Schmuckstück beispielsweise eine Uhr, ein Ring, ein Armband oder eine Halskette sein, die von Männern und Frauen getragen werden kann.
Unze
Eine Unze (lat. Unica = „ein Zwölftel“) ist eine Maßeinheit, in der üblicherweise das Handelsgewicht von Edelmetallen angegeben wird. Das Einheitenzeichen ist oz. ( ital. onza), die englische Bezeichnung ounce. Die Feinunze (oz. tr. = engl.: Troy Ounce) bezieht sich bei Edelmetallen auf den Edelmetallanteil: 1 oz. tr. = 31,1035 g.
Verlobungsring
Ein Verlobungsring ist ein Ring, der das Versprechen symbolisiert, mit jemandem die Ehe einzugehen. Bis zur Hochzeit wird der Verlobungsring am linken Ringfinger getragen und wechselt erst bei der Trauung zum Ringfinger der rechten Hand. Üblicherweise werden Verlobungsringe aus Gold, Silber, Platin oder Edelstahl gefertigt. Da er aus einem Kreis besteht symbolisiert der Verlobungsring (ebenso wie der Ehering) die Ewigkeit. Traditionell tragen in Deutschland Mann und Frau einen Verlobungsring, in Amerika jedoch wird ein Verlobungsring, meist mit einem hellen Schmuckstein besetzt, nur von der Frau getragen.
Vergoldung, Vergoldet
„Vergolden“ bezeichnet das Überziehen metallischer und nichtmetallischer Gegenstände mit Gold. Gold ist zwar ein sehr korrosionsbeständiges Metall, jedoch durch seine geringe Härte und seinen hohen Preis nicht als Grundwerkstoff geeignet. Daher werden günstigere Materialien mit Gold überzogen um deren Wertigkeit und ihre Korrosionsbeständigkeit zu erhöhen. Zum Vergolden sind Stahl, Edelstahl, Zink, Messing, Bronze, Kupfer und Silber besonders gut geeignet. Vergoldet wird heutzutage hauptsächlich durch das Galvanische Verfahren.
Versilberung, Versilbert
Unter „versilbern“ versteht man alle technischen Verfahren, die auf weitgehend unelastischen Gegenständen einen Silberüberzug erzeugen. Besonders zur Versilberung geeignet sind Metalle und Legierungen wie Neusilber, Kupfer, Messing, Zink, Eisen, Stahl, Nickel, Kunststoffe oder Glas. Die Versilberung hat den Vorteil, dass zum Beispiel Allergiker nicht mehr Gefahr laufen, durch Nickel Hautreaktionen zu erleiden. Des weiteren ist das Versilbern von Gegenständen wie Schmuckstücken, eine Aufwertung und erhöht deren Korrosionsbeständigkeit.
Weißgold
Weißgold ist eine Goldlegierung, hauptsächlich mit Nickel oder Palladium. Aber auch andere Metalle werden für die Legierung zu Weißgold verwendet, beispielsweise Cobalt, Platin oder Chrom. Weißgold wurde 1912 in Pforzheim als günstiger Platinersatz entwickelt.
YAG
Der YAG (Yttrium-Aluminium-Granat) ist wohl eine der besten Diamant-Imitationen überhaupt. Entwickelt wurde er in den 1960er Jahren, in Edelsteinqualität kam er Anfang der 70er auf den Markt. Der YAG besticht durch sein enormes Lichtbrechungsvermögen.
Zehenring
Der Zehenring ist ein Fußschmuck, der in den 90er Jahren von Stars wie Madonna bekannt gemacht wurde. Der zumeist aus Silber gearbeitete Ring wird gerne im Sommer von Frauen und zunehmend auch von Männern getragen, dann jedoch eher breiter und evtl. mit einer Gravur versehen.
Zehenringe bei Frauen sind meistens zierlicher und teils mit Schmucksteinen versehen. Zehenringe können, ähnlich wie beim Fingerring, den Zehen angepasst sein oder, wie in den meisten Fällen, sie sind offen und können daher leicht und passgenau um den Zeh gebogen werden.
Zirkonia
Der Zirkonia ist ein synthetisch hergestellter Edelstein und galt durch seine hohe Lichtbrechung lange Zeit als bester Diamant Ersatz! Zirkonias gibt es in allen nur erdenklichen Farben und werden meist sehr facettenreich geschliffen, um ihr hohes Lichtbrechungsvermögen am besten zur Geltung zu bringen.
Zuchtperlen
Die starke Nachfrage nach Perlen hat schnell dazu geführt, dass Perlmuscheln zu großer Zahl gezüchtet wurden. Heutzutage machen Zuchtperlen (auch Kulturperlen genannt) mehr als 90 % des gesamten Perlenhandels aus! Zuchtperlen dürfen keinesfalls als Imitation angesehen werden. Sie sind ein Naturprodukt, das lediglich unter Mithilfe des Menschen entsteht.
Das Entstehungsprinzip ist hier das selbe wie das der Naturperle: ein Fremdkörper im Muschelinneren wird von Perlmutt überzogen und dadurch zur Perle abgekapselt. Was bei Naturperlen jedoch zufällig geschieht, wird bei Zuchtperlen künstlich herbeigeführt. Ein Kern, welcher von unterschiedlichem Durchmesser sein kann, wird vorsichtig in das Bindegewebe der Muschel eingeführt. Die Perlmuschel braucht nur noch eine relativ dünne Perlmuttschicht um diesen Kern zu legen. So entsteht unter optimalen Bedingungen, bei einer Wachstumszeit der Perle von etwa 3-4 Jahren eine Perlschale von ca. 0,8-1,2mm.
Bei der Meerwasserzuchtperle (Salzwasserzuchtperle) werden die so präparierten Perlmuscheln gut behütet in Drahtkörben in Meeresbuchten oder auf offener See gehalten. Dabei ist es wichtig, den richtigen Standort für die Muscheln zu finden und die wertvollen Tiere vor Gefahren zu schützen. Solche Zuchtbetriebe für Salzwasserzuchtperlen findet man an den Küsten im Süden Japans, Nordaustraliens und um viele indomalayische Inseln.
Seit den 50er Jahren hat sich die Zucht von Süßwasserperlen durchgesetzt. Diese Süßwasserzuchtperlen sind zwar meist größer als ihre Artgenossen aus dem Meer, jedoch selten gut gerundet. Die sogenannte Biwa Perle, auch Biwaco Perle genannt, war die erste Perle ihrer Gattung. Sie hat ihren Namen vom japanischen Biwa-See (jap. Biwa co), in dem die erste Süßwasserperlenzucht entstand. Seit Anfang der 70er Jahre boomt geradezu die Süßwasserperlenzucht in China. Die dort gezüchteten Perlen machen einen immer größeren Anteil der Zuchtperlen aus. Man nennt sie auch Chinazuchtperlen.
